Methoden, mit denen wir arbeiten.

Sie möchten wissen, welche Methoden wir bei der Mediation, dem Coaching und dem Konfliktmanagement anwenden.

Vorab Folgendes:

Entscheidend sind nicht so sehr die methodischen Ansätze, mit denen der Mediator, Coach oder Konfliktmanager arbeitet. Wichtiger ist die innere Haltung: Achtung vor der Einzigartigkeit jedes Menschen, Wertschätzung, Empathie, Ressourcen- und Lösungsorientierung sowie das Bewusstsein des Beraters darüber, dass auch er selbst innerlich beteiligt ist.

Die unterschiedlichen Methoden tragen dazu bei, den Beratungs- oder Vermittlungsprozess wirksam zu unterstützen. Wir arbeiten je nach Situation und Aufgabenstellung mit folgenden Methoden:

  • Konzept der Klärungshilfe
  • Systemischer Ansatz
  • Klientenzentrierte Gesprächsführung
  • Gewaltfreie Kommunikation (GFK)
  • Arbeit mit dem inneren Team
  • Bohmscher Dialog
  • Harvard Konzept/Modell

 

Das Konzept der Klärungshilfe wurde maßgeblich von Christoph Thomann entwickelt. Es wird besonders in der innerbetrieblichen Mediation eingesetzt oder wenn in einer privaten oder beruflichen Beziehung geklärt werden soll, ob und wie ggf. die Beziehung fortgeführt werden kann. Das Motto des gemeinsamen Vorgehens lautet: Klarheit und Wahrheit! Der Klärungshelfer bzw. Mediator hilft dabei den Beteiligten, verborgene Konflikte zu erkennen oder die hinter offenen Konflikten liegenden verborgenen Probleme herauszuarbeiten. Gelingt es, bisher verborgene Problemkonstellationen zu identifizieren, können sie bearbeitet und gelöst werden.

 

 

Unter Zugrundelegung eines systemischen Ansatzes gehen wir davon aus, dass unsere Gegenüber selbst die Experten für die Lösungen der zu behandelnden Probleme sind. Deshalb ist zunächst die präzise Auftragsklärung wichtig. Welches Ziel soll mit der Mediation, dem Coaching oder dem Konfliktmanagement genau erreicht werden? Wir unterstützen unsere Klienten dabei, die für sie individuell passenden Lösungen zu finden. Das geschieht u.a. durch gezielt eingesetzte Fragetechniken und/oder Werkzeuge. Im Prinzip geht es darum, sich der eigenen Ressourcen bewusst zu werden und diese zu stärken.

 

Die klientenzentrierte Gesprächsführung ist eine der Grundlagen jeder Beratung oder Mediation. Sie basiert auf der von C. R. Rogers entwickelten Gesprächstherapie, die von drei Grundprinzipien hilfreicher menschlicher Kommunikation ausgeht: Empathie (einfühlendem Verstehen), Wertschätzung (unbedingter Beachtung und Würdigung der Person des Klienten z.B. durch emotionale Wärme) sowie Authentizität des Beraters (Transparenz, Selbstöffnung).

 

Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK), entwickelt von Marshall Rosenberg, rückt die gegenseitige Wertschätzung in den Mittelpunkt zwischenmenschlicher Verständigung. In Konflikten funktioniert Kommunikation am effizientesten, wenn sie in vier Schritten abläuft (Beobachtung, Gefühlsausdruck, Bedürfnisformulierung und Bitte).

 

Die Arbeit mit dem Konzept des inneren Teams (nach Friedemann Schulz von Thun) bietet sich vor allem dann an, wenn eine schwierige Entscheidung ansteht. Dann führt der Betroffene mehr oder weniger bewusst eine innere "Teamsitzung" durch. Gleichzeitige uneinheitliche Äußerungen (z. B. ein ungutes Bauchgefühl gegenüber dem rationalen Argument) und eine Dominanz der lauten, schnellen und beliebten Teammitglieder prägen in der Realität oft die nicht bewusst kontrollierten inneren "Teamsitzungen". Dieses Vorgehen hat mehrere Vorteile. Weil man sich in seiner Pluralität akzeptiert, ist es nicht nötig, wichtige Bedürfnisse zu vernachlässigen, um schnell eine einheitliche Meinung hervorzubringen. Ein authentischeres Ergebnis führt häufig zu höherer Selbstzufriedenheit – und schließlich hilft die Selbstklärung, späteres Unwohlsein in dieser Fragestellung schnell zu verstehen und damit umzugehen.

 

Der "Bohmsche Dialog" zeichnet sich dadurch aus, dass Problemlösungen nicht alleine, sondern gemeinsam gesucht werden (gemeinsam erkunden, reflektieren, denken).

 

Das Harvard Konzept/Modell dient der Mediation als Grundlage für das sachbezogene Verhandeln. Hierbei werden vier Prinzipien verfolgt:

  • Die Menschen und ihre Probleme getrennt behandeln.
  • Sich auf die Interessen aller konzentrieren, nicht auf ihre Positionen.
  • Entscheidungsmöglichkeiten zum beiderseitigen Vorteil entwickeln.
  • Objektive Beurteilungskriterien anwenden (z.B. gesetzliche Regelungen, ethische Normen etc.).

Die Parteien haben somit die Chance, eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu erreichen (Win-Win-Lösung).